Die
Gedanken, die mich seit der Operation - insbesondere vor den Kontroll
- MRT's - bewegen, beschäftigen,
ja sogar beunruhigen und belasten:
Es fällt mir nicht leicht, über meine Gedanken, Probleme, Ängste
und Sorgen völlig offen zu schreiben ...
Denn sie belasten mich schon sehr, sind eine enorme psychische /
seelische Belastung !!! Dies können vielleicht die Wenigsten
- vor allem "Gesunde" -
nicht nachvollziehen !!! Mir ist es schon etwas peinlich, hier an
die "Öffentlichkeit" zu
treten. Aber ich möchte mich anvertrauen & "offenbaren"!
Die Einträge in meinem Gästebuch - speziell die von Birgit
K.(vom 18.01.2009) und von David (vom 22.01.2009) - haben mich bewogen,
eine Extra
- Rubrik einzurichten ! (Diese sehr netten Einträge sollte
man mal lesen ... )
Nun, ich muss sagen, dass es eine totale nervliche Anspannung ist,
wenn man auf den MRT-Befund wartet ! Umso schlimmer ist es, wenn
es einem gesundheitlich
(wieder) schlechter geht, der Tumor (auch durch 2 (!) Operationen
und einer Bestrahlung) leider nicht vollständig entfernbar war
!!!
Diese Ungewissheit - die an sich schon eine "gewaltige Tortur" ist
- wird noch zusätzlich verstärkt. Das es mitunter (siehe
letzten MRT-Befund !) ewig dauert, bis einem das Resultat mitgeteilt
wird ist eine
zusätzliche und sehr große, unangenehme Belastung !
Dies finde ich ganz und gar nicht schön und eine Zumutung
sondersgleichen ! Mir ist durchaus bewusst, dass ich ja - bei weitem
nicht - der einzige Patient
bin und die genaueste Auswertung / Berechnung (zumal ich ja noch
einen Restteil / Resttumor in meinem Kopf habe) eine gewisse Zeit
in Anspruch nimmt. Aber
es ist ein Hoffen und Bangen, die völlige Ungewissheit zährt
unbeschreiblich an den Nerven ... !
Auch wenn manche
Leser jetzt denken, dass ich ein "Angsthase" bin.
So muss ich gestehen, dass man (ich jedenfalls !), mitunter riesig
große
Angst habe ! Dies wird zu allem Übel noch durch den Mißstand
genährt,
dass ich fast alle (!) Symtome - als der Tumor damals entdeckt
/ diagnostiziert und behandelt wurde - (wieder) hatte !!! So
zum Beispiel hatte ich (Lange
Zeit vor dem MRT 2009 ! ) optische Wahrnehmungen, "Erscheinungen".
Ich glaubte, ich hätte Halluzinationen und dachte, verrückt
zu werden! Ich meine keine Deja-vue - Erlebnisse ! ( = das Gefühl,
etwas schon einmal erlebt zu haben) Einige Zeit, bevor ich nun
das Kontroll - MRT hatte,
beunruhigten, ja quälten mich also diese "Erscheinungen" recht
heftig ! So sah ich zum Beispiel des öfteren (fast täglich),
etwas vor dem Fenster "vorbeihuschen" oder auch im
freien Raum. Dabei war es gleichgültig, ob ich sitze, liege,
stehe oder gehe. Auch in freier Natur - nicht "nur" in
der Wohnung - war dieses Phänomen zu
erleben! Ich zweifelte an mir und dachte sogar, dass ich Halluzinationen
/ Wahnvorstellungen habe !
Dies entkräfteten
die Ärzte
etwas später.
Denn ich sprach - logischerweise - das Problem mehrmals beim
Arzt an. Er veranlasste sofort ein MRT (was ja nun vorgezogen
wurde und am 06.01.2009
stattfand) & schickte mich sofort zum Neurologen und Augenarzt.
Am 24.11.2008 hatte ich einen Termin beim Neurologen. Was wird
mich wohl erwarten, schoss mir
durch den Kopf ...?! Ich hatte große Angst vor der Diagnose
! Der Augenarzt untersuchte mich auch ausgiebig. Er machte
Sehtests und überprüfte
das Seh / Gesichtsfeld usw.. Alles war in Ordnung. Der Neurologe
fand auch nichts und meinte, es wären sogenannte Pseudo
- Halluzinationen, weil es ja - verständlicherweise -
eine sehr große Anspannung, Belastung
und Beunruhigung darstellt ! Es wurde auch ein EEG gemacht.
Auch da gab es zum Glück keine "Beanstandungen",
Auffälligkeiten
oder Anomalien ! Doch die völlige Beunruhigung blieb ...
!!!
Zumal mein "Zustand" nicht anders / "besser" wurde, oder
sich änderte.
Ich bin wirklich nicht zimperlich und war bisher recht zuversichtlich.
Vor allem, da meine vergangenen CT's & MRT's kein erneutes
Wachstum feststellen konnten. Aber nun war ich doch etwas verunsichert
! Diese "Wahnvorstellungen" oder
Halluzinationen beunruhigten mich zunehmend !!! Da sie auch
ein erstes Anzeichen von meinem Tumorleiden "damals" waren
! Nicht dass einige jetzt denken, dass ich "mir was einrede" und
es die Erwartungsangst für den
Befund ist. Gewiss, ganz sicher spielt da die Psyche eine
große
Rolle ! Aber ...