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Jens Bade
Unsicher...

Unterstützer: Bavaria Klinik Kreischa, Verlag mediartist Wilsdruff und Physiotherapie Schubert & Weber, Grumbach

Jens Bade aus Grumbach

Über den Autor:

im November 1968 in Freital geboren, ledig, 1 Sohn (11 Jahre), lebt in Grumbach in Sachsen

Die Gedanken, die mich seit der Operation - insbesondere vor den Kontroll - MRT's - bewegen, beschäftigen, ja sogar beunruhigen und belasten:
Es fällt mir nicht leicht, über meine Gedanken, Probleme, Ängste und Sorgen völlig offen zu schreiben ...
Denn sie belasten mich schon sehr, sind eine enorme psychische / seelische Belastung !!! Dies können vielleicht die Wenigsten - vor allem "Gesunde" - nicht nachvollziehen !!! Mir ist es schon etwas peinlich, hier an die "Öffentlichkeit" zu treten. Aber ich möchte mich anvertrauen & "offenbaren"!


Die Einträge in meinem Gästebuch - speziell die von Birgit K.(vom 18.01.2009) und von David (vom 22.01.2009) - haben mich bewogen, eine Extra - Rubrik einzurichten ! (Diese sehr netten Einträge sollte man mal lesen ... )
Nun, ich muss sagen, dass es eine totale nervliche Anspannung ist, wenn man auf den MRT-Befund wartet ! Umso schlimmer ist es, wenn es einem gesundheitlich (wieder) schlechter geht, der Tumor (auch durch 2 (!) Operationen und einer Bestrahlung) leider nicht vollständig entfernbar war !!!
Diese Ungewissheit - die an sich schon eine "gewaltige Tortur" ist - wird noch zusätzlich verstärkt. Das es mitunter (siehe letzten MRT-Befund !) ewig dauert, bis einem das Resultat mitgeteilt wird ist eine zusätzliche und sehr große, unangenehme Belastung ! Dies finde ich ganz und gar nicht schön und eine Zumutung sondersgleichen ! Mir ist durchaus bewusst, dass ich ja - bei weitem nicht - der einzige Patient bin und die genaueste Auswertung / Berechnung (zumal ich ja noch einen Restteil / Resttumor in meinem Kopf habe) eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Aber es ist ein Hoffen und Bangen, die völlige Ungewissheit zährt unbeschreiblich an den Nerven ... !

Auch wenn manche Leser jetzt denken, dass ich ein "Angsthase" bin. So muss ich gestehen, dass man (ich jedenfalls !), mitunter riesig große Angst habe ! Dies wird zu allem Übel noch durch den Mißstand genährt, dass ich fast alle (!) Symtome - als der Tumor damals entdeckt / diagnostiziert und behandelt wurde - (wieder) hatte !!! So zum Beispiel hatte ich (Lange Zeit vor dem MRT 2009 ! ) optische Wahrnehmungen, "Erscheinungen". Ich glaubte, ich hätte Halluzinationen und dachte, verrückt zu werden! Ich meine keine Deja-vue - Erlebnisse ! ( = das Gefühl, etwas schon einmal erlebt zu haben) Einige Zeit, bevor ich nun das Kontroll - MRT hatte, beunruhigten, ja quälten mich also diese "Erscheinungen" recht heftig ! So sah ich zum Beispiel des öfteren (fast täglich), etwas vor dem Fenster "vorbeihuschen" oder auch im freien Raum. Dabei war es gleichgültig, ob ich sitze, liege, stehe oder gehe. Auch in freier Natur - nicht "nur" in der Wohnung - war dieses Phänomen zu erleben! Ich zweifelte an mir und dachte sogar, dass ich Halluzinationen / Wahnvorstellungen habe !

Dies entkräfteten die Ärzte etwas später. Denn ich sprach - logischerweise - das Problem mehrmals beim Arzt an. Er veranlasste sofort ein MRT (was ja nun vorgezogen wurde und am 06.01.2009 stattfand) & schickte mich sofort zum Neurologen und Augenarzt. Am 24.11.2008 hatte ich einen Termin beim Neurologen. Was wird mich wohl erwarten, schoss mir durch den Kopf ...?! Ich hatte große Angst vor der Diagnose ! Der Augenarzt untersuchte mich auch ausgiebig. Er machte Sehtests und überprüfte das Seh / Gesichtsfeld usw.. Alles war in Ordnung. Der Neurologe fand auch nichts und meinte, es wären sogenannte Pseudo - Halluzinationen, weil es ja - verständlicherweise - eine sehr große Anspannung, Belastung und Beunruhigung darstellt ! Es wurde auch ein EEG gemacht. Auch da gab es zum Glück keine "Beanstandungen", Auffälligkeiten oder Anomalien ! Doch die völlige Beunruhigung blieb ... !!!
Zumal mein "Zustand" nicht anders / "besser" wurde, oder sich änderte.


Ich bin wirklich nicht zimperlich und war bisher recht zuversichtlich. Vor allem, da meine vergangenen CT's & MRT's kein erneutes Wachstum feststellen konnten. Aber nun war ich doch etwas verunsichert ! Diese "Wahnvorstellungen" oder Halluzinationen beunruhigten mich zunehmend !!! Da sie auch ein erstes Anzeichen von meinem Tumorleiden "damals" waren ! Nicht dass einige jetzt denken, dass ich "mir was einrede" und es die Erwartungsangst für den Befund ist. Gewiss, ganz sicher spielt da die Psyche eine große Rolle ! Aber ...


 

Für alle, die sich für mehr Informationen interessieren und natürlich auch für die, die nur mal einen kurzen Gruß schicken wollen, gibt es das Gästebuch . Traut Euch, ich freu mich darüber !

Für dieses Projekt arbeitete ich mit dem Wilsdruffer Verlag mediartist zusammen.

Zur Webseite vom Verlag mediartist Matthias Schlönvogt

Eine wichtige finanzielle Unterstützung hat die Bavaria Klinik Kreischa geleistet.

Zur Webseite der Bavaria Klinik Kreischa

 

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